Archiv für April, 2015

Wechsel an der Vorstandsspitze

Montag, 06. April 2015

Erich Sinor legt nach zehn Jahren sein Amt als Präsident des „Club der ehemaligen Schweizerkinder“ zurück. Der Gründer des Vereins stand bei der letzten Vorstandswahl nicht mehr als Kandidat für diese Position zur Verfügung.

Erich Sinor

 

Nach zehn Jahren Amtszeit als Präsident des Clubs, hat sich Erich Sinor schweren Herzens entschieden, das Amt nicht weiter auszuüben. Die Entscheidung zu diesem Schritt begründet Sinor mit gesundheitlichen Problemen, die es ihm zurzeit nicht ermöglichen, die mit dem Amt des Präsidenten verbundenen Tätigkeiten vollinhaltlich und mit ganzer Kraft, sowie dem damit einhergehenden Zeitaufwand, zu erfüllen.

In einer persönlichen Stellungnahme sagt Sinor:

Ich bedanke mich bei allen Mitgliedern des Vorstandes sowie bei allen Club Mitgliedern für das mir über so viele Jahre entgegengebrachte Vertrauen und die tatkräftige Unterstützung bei der Durchführung unserer zahlreichen Projekte. Ich verlasse zwar das Amt des Präsidenten des „Club der ehemaligen Schweizerkinder“, bleibe dem Verein jedoch als ordentliches Mitglied auch in Zukunft erhalten.

Wir haben in den vergangenen Jahren sehr viel erreicht. Von der ersten offiziellen Veranstaltung im Wiener Rathaus mit Bürgermeister Dr. Michael Häupl, der „Zeitreise 2005“ über die Schiffsbrücke von Friedrichshafen nach Romanshorn bis zur feierlichen Enthüllung unserer Gedenktafel am Palais Liechtenstein war es stets mein Anliegen und tief empfundenes Bedürfnis, uns bei all den Institutionen und schweizerischen Gastfamilien für die uns in den Nachkriegsjahren entgegengebrachte humanitäre Hilfe zu bedanken.

Darüber hinaus war es mir in all den Jahren als Präsident des Vereins auch wichtig, der jungen Generation – unseren Kindern und Enkelkindern – ein Stück Nachkriegsgeschichte mit auf den Weg zu geben. Ohne die Hilfe in der von Hunger überschatteten Nachkriegsjahre, hätten viele unserer heutigen Nachkommen das Licht der Welt erst gar nicht erblickt.

Der organisatorische Aufwand, den solche Projekte und das Amt des Präsidenten generell mit sich bringen, ist enorm und kostet Zeit und Energie. Energie, die ich aus gesundheitlichen Gründen zurzeit leider nicht im erforderlichen Maße aufbringen kann. Es fiel mir zwar schwer zu akzeptieren, dass ich viele Dinge heute nicht mehr mit der Kraft in Angriff nehmen kann wie noch vor einigen Jahren aber ich musste irgendwann einfach auch die simple, wenngleich höchst unerfreuliche Tatsache akzeptieren, dass wir leider alle nicht jünger werden.

Ich wünsche dem neuen Präsidenten Mag. Walter Pohl und seinem Stellvertreter Wilhelm Macca alles Gute für die neue Amtsperiode. Mögen sie mit der selben Liebe und Hingabe dem Club ihr Herzblut widmen, wie ich es seit der Gründung des Vereins mit Leidenschaft tat.

In diesem Sinne, ein herzliches „Grüezi mitenand“
Ihr Erich Sinor