Berührung von Himmel und Erde

Zu Weihnachten feiern alle Christen dieser Welt die Geburt Christi und dass Gott durch dieses Kind ganz und gar im Menschen gegenwärtig geworden ist. Die Geburt Jesu zu Weihnachten ist eine Zeit des Neubeginns, eine Zeit des Heilens, eine Zeit der Versöhnung.

Geburt ist seit Anbeginn der Menschheit als religiöses Ereignis gedeutet worden, als Berührung von Himmel und Erde. Nur wenige Ereignisse im Leben eines Menschen besitzen eine solche Qualität wie die Geburt eines Kindes. Die Beziehung zwischen Eltern und Kind ist eine der stärksten Bande, welches in menschlichen Beziehungen existiert. Von Geburt an besteht zwischen Eltern und Kind eine besondere Bindung, die vor allem durch Liebe und Hoffnung geprägt ist.

Stirbt nun aber ein Kind, so scheint es fast, als würde ein Gesetz gebrochen. Dass Eltern ihre Kinder überleben, erscheint uns wider die Natur. Sicherlich fühlt sich jeder von uns unwohl, wenn er vom Tod eines Kindes erfährt. Ein Gefühl von Betroffenheit und Sprachlosigkeit breitet sich aus. Wir bedauern die Eltern, denen dieses schlimme Schicksal wiederfährt und hoffen doch gleichzeitig, dass es uns selbst nie heimsuchen möge. Eltern verstorbener Kinder kommen in eine existentielle Krise, in der sie vielfach alleingelassen werden – meist wird ihre Belastung aufgrund fehlenden bzw. nur geringen öffentlichen Bewusstseins nicht oder nur kaum wahrgenommen.

Sterntalerhof

Der Sterntalerhof ist ein unabhängiger gemeinnütziger Verein, der mit ausschließlich privaten finanziellen Mitteln gegründet wurde und bis heute keine öffentlichen Subventionen erhalten hat.

Das Ziel des Sterntalerhofs ist eine ganzheitliche Betreuung von schwer bzw. unheilbar kranken Kindern mit Unterstützung von Therapiepferden. Unterstützt werden nicht nur die kranken Kinder, auch die Eltern und die betroffenen Geschwister werden in den oft langen und schwierigen Prozess des Abschiednehmens mit einbezogen und betreut. Auch wenn am Ende des Weges dieser Familien oft der Abschied von einem Kind, einem Bruder, einer Schwester steht, geht es darum wie man diese gemeinsame Zeit beschreitet und nutzt!

Diese Art des Kinderhospizes gibt es in ganz Europa nur am Sterntalerhof, daher ist es uns ein Anliegen, den Blick auf dieses Projekt zu richten. Das Sterben in Würde sollte nicht nur alten Menschen vorbehalten sein, sondern vor allem auch den Kindern und betroffenen Familien. Denn zurück bleibt immer der Gedanke an einen jungen Menschen, der noch sein ganzes Leben vor sich hatte.

Der Club der ehemaligen Schweizerkinder möchte dieses Projekt unterstützen und hat daher eine Spendenaktion ins Leben gerufen. Unter dem Motto: „Uns wurde geholfen, jetzt helfen wir“, wollen wir betroffene Familien unterstützen, die die finanziellen Mittel für den Aufenthalt am Sterntalerhof nicht aufbringen können.

Wenn jeder dem anderen helfen würde, wäre allen geholfen.
(Marie von Ebner-Eschenbach)

So können Sie helfen

Die Spendenaktion beginnt im Rahmen unserer Vorweihnachtsfeier am 5. Dezember im Restaurant Fischer, Wagramerstraße 111 um 15 Uhr. Der Leiter des Kinderhospizes wird den Sterntalerhof und seine Ziele vorstellen und mit einem Filmbeitrag des ORF veranschaulichen. Es wird eine Spenden-Box aufgestellt und die Teilnehmer an dem Treffen haben die Gelegenheit sofort zu spenden. Die Spenden-Box wird in der Folge auch bei den nächsten Clubtreffen aufgestellt. Somit erhalten Sie die Chance auch mehrmals kleinere Beträge zu spenden.

Wem es nicht möglich ist unsere Clubtreffen zu besuchen, kann seinen Spendenbetrag mit dem Verwendungszweck „Sterntalerhof“ auch direkt auf unser Konto überweisen.

Das Schicksal fragt nicht nach Beruf, Alter oder Ausbildung; es klopft nicht an die Tür; es ist einfach da und kann jeden treffen. Darum sollten wir jene unterstützen, die nicht wegschauen oder aufgeben wollen!

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